Geschrieben von der Roverstufe
Der erste Tag begann mit bester Stimmung und aus unserer professionell konfigurierten „Nizza :3“-Playlist entstand eine große, sehr schiefe Karaokerunde. Natürlich wurden wir dauerhaft von, unserem Model und unserer Muse, der Roverente begleitet. Unterwegs wurden fleißig Quellen in der Schweiz gezählt und in Italien standen wir etwa zehn Minuten an einer Schranke und wir (unser Leiter) konnten dabei unsere (seine) Geduld trainieren.
Im Bus sehr wurde außerdem ausgiebig geschlafen, obwohl wir uns das Gegenteil vorgenommen hatten. Eigentlich schliefen irgendwann fast alle, weshalb unendlich viele bodenlose schlafende Bilder entstanden. Zwischen Regen, Spezi und Gnocchis, von unserem Chefkoch-Rover, verging die Zeit unter unserer Assibrücke wie im Flug. Manche würden die folgende Nacht als annehmbar beschreiben, anderen wurde jeglicher Platz im Bus von Füßen und gespreizten Beinen weggenommen. Das große Kennzeichen-Sammeln lief die ganze Zeit und sorgte für anhaltenden Ehrgeiz und einige gebrochene Rekorde auf der Kennzeichen-Sammler-App. Uns ist wichtig zu erwähnen, dass die Sammelnden nun die komplette Schweiz abgehakt haben!!!
Der zweite Tag begann vielversprechend mit einem Frühstück inklusive Schokotreuselbrot vor der Abteikirche Casanova. Danach ging es direkt weiter nach Frankreich und zunächst hatte niemand etwas auszusetzen. Doch das änderte sich kurz darauf, nachdem wir einen ganzen Berg hochgegurkt waren und die Gesundheit eines Mitrovers UNNÖTIG riskiert hatten (ihm war sehr schlecht). Oben trafen wir nämlich auf eine Straßensperrung, die offenbar niemand für wichtig genug gehalten hatte, irgendwo im Tal bereits auszuschildern. Der Umweg, der unsere Pizza um ganze 3 Stunden nach hinten verschob, wurde schließlich unserem Wunsch an der Côte d’Azur zu Baden, zum Verhängnis.
Nach einer kleinen Umplanung ging die Fahrt jedoch weiter und unserem Leiter wurde, ganz zum Horror einer Roverin, Ikkimel vorgestellt. Zwischendurch schliefen wir schon wieder – eine inzwischen fest etablierte Lageraktivität. Für zusätzliche Spannung sorgte ein Krankenwagen im Tunnel, für den keine Rettungsgasse gebildet wurde. Unserem französischen Traum, wurde fast ein Strich durch die Rechnung gemacht, weil wir an der Grenze von der französischen Behörde angehalten und kontrolliert wurden. Unsere Vermutung ist, dass unser Leiter zu sehr wie ein Kinderhändler aussieht, um ihn mit uns im Gepäck pasieren zu lassen.
Endlich in Nizza, wurde die langersehnte Mahlzeit organisiert und der Zeitstress, der beim holen der glutenfreien Pizza entstand, war schnell wieder vergessen. Gegessen wurde stilecht auf unseren neuen, supertollen und professionell gebauten Schwedenstühlen am Strand. Unsere Füße und Hosen bekamen dann doch noch kurz das Wasser des Mittlelmeers zu spüren, bevor wir wieder zum Bus zurückkehren mussten, weil unser einstündiges Parkticket auszulaufen drohte. Btw wurde die komplette Hand einer Roverin, von einem ihrer Mitrover, ganz chillig brutalst in der Bustür eingeklemmt. Aber alles gut, tut gar nicht mehr so arg weh.
Ein kurzer Besuch bei Lidl für Energydrinks durfte natürlich auch nicht fehlen. Auf der Rückfahrt lief das Kennzeichen-Sammeln natürlich weiterhin auf Hochtouren, während nebenbei der eine oder andere Boomer-Witz leider die Runde machte und ein Kinderliedermarathon nebenbei startete. Wir möchten uns hiermit auch Herzlich bei einer Rovermutter bedanken. Denn ohne ihre ausgiebige und vielfältige Süßverpflegung hätten wir es wahrscheinlich nichtmal über die deutsche Grenze geschafft.
Aktuell sind wir auf dem Weg Richtung nächste Toilette. Eigentlich haben wir alle vor, die restlichen 6,5 Stunden noch wach zu bleiben. Aber in Wirklichkeit sind wir nur gespannt, wer als erstes nachgeben und einschlafen wird. Hoffentlich ist es nicht unser bester Leiter am Steuer.
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